Rückführung ist eine der wirkungsvollsten Methoden, um z. B. ungelöste seelische Konflikte oder unerklärliche Ängste in bestimmten Situationen, die sich in der Gegenwart schwer lösen lassen, aufzudecken und unschädlich zu machen. Rückführung dient dem Zweck, den Ursprung eines Problems aufzufinden und dem intellektuellen Bewusstsein zugänglich zu machen und somit aufzulösen. Meist liegt der Ursprung (die Wurzel des Problems) sehr weit zurück in der Vergangenheit. Oftmals ist der Ursprung aber auch in Zeiten, in denen das Bewusstsein eingeschränkt war, zu finden. Das ist in erster Linie in der vorgeburtlichen Phase, in der Kindheit, in Zuständen von Schock oder Narkose. Nicht selten finden wir die Ursache aber auch in früheren Leben.
Das Gesetz der Ursache und Wirkung - das Karma
Warum haben wir dieses oder jenes Problem? Dazu ist es notwendig zu verstehen, dass wir selber Verursacher unseres Schicksals sind. Wir tragen ganz alleine die Verantwortung dafür, was uns geschieht und wie es uns geschieht. Hat man in einem früheren Leben in Saus und Braus gelebt, ist verschwenderisch gewesen und hat sich einen Dreck um die anderen geschert, dann kann es gut sein, dass man heute ein Leben in Einschränkung führen muss, nichts geschenkt bekommt und sich alles hart erarbeiten muss. Die Lernaufgabe besteht möglicherweise darin, sich einzuschränken und zu lernen, mit weniger zurechtzukommen. Schafft man es aber wieder nicht und lebt über seine Verhältnisse, bekommt man die gleiche Aufgabe in seinem nächsten Leben wieder serviert – so lange, bis man es gelernt hat.
Karma
Der Begriff Karma kommt aus dem Sanskrit (altindische Sprache) und bedeutet: Tat, Handlung, Wirkung Karma ist die Konsequenz der geistigen und physischen Handlungen des Menschen, von denen sein Schicksal im Wiederverkörperungsprozess abhängt. Karma ist nicht nur unvermeidliches Schicksal, in dem wir dauernd irgendwelche Prüfungen absolvieren müssen, die wir in früheren Leben nicht bestanden haben. Wir dürfen natürlich auch die Früchte unserer guten Taten genießen. Die positiven und negativen Taten unserer vergangenen Leben schaffen somit die Bedingungen für unser gegenwärtiges Leben.
Beispiel eines Ursache-Wirkung-Musters Kopfschmerzen
Ein erwachsener Mensch leidet z. B. seit seiner frühen Kindheit an starken Kopfschmerzen und nimmt deswegen regelmäßig Tabletten. Es stellt sich heraus, dass bei seiner Entbindung eine sogenannte Saugglocke verwendet wurde. Als Baby fiel er seiner Mutter vom Wickeltisch und verletze sich dabei schwer am Kopf.
Beginnen wir nun nach weiteren Gründen für die starken Kopfschmerzen zu suchen, kann es gut möglich sein, dass sich der Klient in einem anderen Leben wiederfindet, in dem er z. B. durch einen Schlag auf den Kopf schwere Verletzungen erlitt, woran er letztendlich später auch starb. Wiederum in einem anderen Leben wartete der Tod durch die Guillotine auf ihn. In diesen zwei Leben war der heutige Kopfschmerz-Klient Opfer schwerster Kopfverletzungen gewesen, die letztendlich auch zum Tode führten.
Die Symptome, in unserem Fall die Kopfschmerzen, sind also die Nachwirkungen der Erlebnisse aus vergangenen Leben. Die Ereignisse, die er als Baby erlitt, sind Mitverursacher der Kopfschmerzen. Die Frage, warum er mit solchen schrecklichen Erlebnissen in diesen zwei Leben konfrontiert wurde, führt uns das automatisch in weitere Leben, in denen die Ursachen dafür liegen. Dort war er vielleicht ein Dieb, der sein ahnungsloses Opfer durch einen Schlag auf den Kopf niederschlug, um es letztendlich zu bestehlen. Den Tod durch die Guillotine musste er erleiden, weil er vorher selber der Henker war und skrupellos Menschen den Kopf abschlug.
Sind solche Ursache-Wirkung-Muster dem intellektuellen Bewusstsein zugänglich gemacht worden, können wir nun damit beginnen, uns mit den Aufgaben auseinanderzusetzen und verstehen, warum verschiedene Situationen in unserem Leben auftauchen und für was sie gut sind. Sobald dies geschehen ist, sind in der Regel auch die Symptome (in unserem Beispiel die Kopfschmerzen) verschwunden. Der Mensch lernt, die Verantwortung für sich zu übernehmen und versteht, dass er selbst Verursacher seines Schicksals ist.